Studie über Auswirkungen der geplanten Verschärfung der Eigenkapitalregeln für Banken vom Europäischen Parlament veröffentlicht
Eine Studie des iff, Institut für Finanzdienstleistungen Hamburg, zusammen mit dem Lehrstuhl Geld und Kredit, Universität Rostock und Roger Rissi, IFZ, Institut für Finanzdienstleistungen Zug, Schweiz, für das Europäische Parlament zeigt die Nettovorteile der geplanten Basel III Regeln (höhere Eigenkapitalnormen, Einführung von Liquiditätsnormen und einer Leverage Ratio) auf. Die geplanten Reformen der EU Bankenregulierung werden die Finanzmarktstabilität und Widerstandsfähigkeit des Finanzystems gegenüber zukünftigen Schocks erhöhen, ohne das Wachstum langfristig zu beeinträchtigen.
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Studie:
Rissi, R., Neuberger, D., Clerc-Renaud, S., Reifner, U., CRD IV - Impact Assessment of the Different Measures within the Capital Requirements Directive IV, European Parliament (Hrsg.), Brüssel, Juni 2011 Download!
Zusammenfassung
Präsentation in Straßburg
Presseartikel Financial Times Deutschland
Presseartikel Finanz und Wirtschaft: "Basel III schiesst am Ziel vorbei"
Forschungsfreisemester
Aufgrund des Forschungsfreisemesters von Frau Prof. Neuberger werden keine Vorlesungen im Wintersemester 2011/12 angeboten.
Ausschreibung von Preisen für Dissertationen und Abschlussarbeiten
Die Arbeiten müssen sich mit Themen befassen, die für die Tätigkeit einer Zentralbank Relevanz besitzen. In Frage kommende Themengebiete sind beispielsweise Geldpolitik, Devisenmärkte, Finanzpolitik, Finanzmärkte und Finanzstabilität.
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Warum Banken bei Unternehmenskrediten vorsichtig sind: Ergebnisse einer Studie an der Universität Rostock

Die Banken haben in Deutschland im August 1,2 Prozent mehr Kredite an Unternehmen und Privathaushalte vergeben als ein Jahr zuvor. Die Kreditvergabe an Unternehmen jedoch war um 1,1 Prozent rückläufig.
Die Kreditklemme hat sich im Unternehmensbereich also sogar verschärft. Warum rationieren die Banken Kredite? Schließlich verzichten sie damit scheinbar auf Gewinne, verärgern ihre Kreditbewerber und setzen sich öffentlicher Kritik aus. Daniel Kraus (28), Stipendiat und Doktorand am Lehrstuhl Geld und Kredit der Universität Rostock bei Prof. Dr. Doris Neuberger, liefert dafür in seiner gerade vorgelegten Studie eine Erklärung. „Es kann für die Banken rational sein, Kredit zu beschränken“, sagt Daniel Kraus. Banken könnten nicht immer erkennen, ob eine Geschäftsidee auf soliden Füßen stehe. Kreditrationierung, also eine geringere als die vom Kreditbewerber gewünschte Kreditmenge oder sogar eine Ablehnung von Krediten kann ein sinnvolles Mittel der Banken sein, das Risiko beherrschbar zu halten.
„Es ist für Banker schwierig zu erkennen, wie seriös kleine und mittelständige Unternehmen sind, vor allem zu Beginn einer Kreditbeziehung“, so Kraus. Dies erfordere eine entsprechende Gestaltung der Kreditverträge, bei der die Rationierung von Krediten eine wichtige Rolle spiele. „Wenn Kredite nicht rationiert werden, kann der Pool von Bewerbern so riskant werden, dass Verluste drohen“, verteidigt Kraus die Strategie der Banken. „Größere Firmen werden durch Wirtschaftsprüfer auf Herz und Nieren untersucht. Zudem haben sie meist mehrere Standbeine und können ihre Kredite meist auch dann zurückbezahlen, wenn das finanzierte Geschäftsfeld in die roten Zahlen gerät. Das erleichtert die Kreditvergabe erheblich.“ Bei kleinen und mittelständischen Unternehmen ist dies nicht immer der Fall.
In einem weiteren Forschungsprojekt des Lehrstuhls für Geld und Kredit an der Universität Rostock soll nun untersucht werden, in welchen Fällen die restriktive Kredtitvergabe angebracht ist und in welchen es gute Gründe für mehr Mut gibt. Bislang jedoch gilt: „Eine Bank muss zunächst abschätzen, welche Unternehmertypen als Kreditbewerber agieren. Darauf aufbauend muss sie entscheiden, ob eine Kreditrationierung Sinn macht oder nicht“, sagt Daniel Kraus.
Kontakt:
Dipl.-Kaufmann Daniel Kraus
Institut für Volkswirtschaftslehre
Telefon: +49 (0) 381 498 4349
E-Mail: daniel.kraus(at)uni-rostock.de
