Die Universität Rostock trauert um

Prof. Dr. Peter A. Berger

der am 14. September 2018 im Alter von nur 63 Jahren verstorben ist.


Peter Berger war seit 1995 Professor für Allgemeine Soziologie und Makrosoziologie an der Universität Rostock. Wesentliche Phasen seiner akademischen Bildung hat er zuvor in München und Bamberg durchlaufen und wurde während dieser Zeit besonders durch seine Tätigkeit am Lehrstuhl von Ulrich Beck und als Redakteur der „Sozialen Welt“ geprägt. Im Anschluss an seine Habilitation wechselte er, trotz alternativer Angebote, aus dem Südwesten in den Nordosten des Landes. Dies war ein Glücksfall für die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät und die Soziologie in Rostock.


Über lange Zeiträume hinweg lagen Peter Bergers Arbeitsschwerpunkte im Bereich von Individualisierung, sozialen Milieus und sozialer Schichtung. Seine soziologische Neugier hat ihm dabei immer wieder neue Themenfelder eröffnet. Wie kaum ein Zweiter verstand er den sozialen Nahraum Mecklenburg-Vorpommerns für sozialwissenschaftlich relevante Forschung zu nutzen.


Wichtig war ihm die Entwicklung des Instituts für Soziologie und Demographie und der gesamten Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, die er auch in schwierigen Phasen konstruktiv begleitet hat. Als langjähriger Sprecher des Instituts und als Dekan der Fakultät hat er mit Gespür für fachspezifische Besonderheiten außerordentlich integrierend gewirkt. Als Mitglied im Graduiertenkolleg „Deutungsmacht“ und im Vorstand des Departments „Wissen – Kultur – Transformation“ hat er sich die Anerkennung vieler Kolleginnen und Kollegen auch jenseits „seiner“ Fakultät erworben.


Darüber hinaus ist sein Name untrennbar mit der Sektion „Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) verbunden. Dort sowie im Vorstand und im Konzil der DGS hat er sich mit großem persönlichen Einsatz für eine öffentlichkeitswirksame Soziologie engagiert.


Die Universität Rostock trauert um einen aufrichtigen und verständnisvollen Menschen, den wir als Kollegen, Hochschullehrer und Freund schmerzlich vermissen werden.


Rostock, im September 2018


Prof. Dr. Martin Benkenstein

Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät


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