Forschung

Die Forschung des Instituts für Marketing und Dienstleistungsforschung konzentriert sich auf Fragen des Dienstleistungsmanagements. Hierfür sind zwei Gründe ausschlaggebend:

-    Zum einen ist die Erstellung und Vermarktung von Dienstleistungen mit Besonderheiten verbunden, die eine Reihe von Forschungsfragen aufwerfen. Zu diesen Besonderheiten zählt vor allem, dass der Kunde nicht allein ein Leistungsergebnis erwirbt, sondern in den Leistungserstellungsprozess entweder selbst oder durch die Übertragung von Verfügungsrechten an Gütern, die in seinem Eigentum stehen, integriert ist. Die Wettbewerbsfähigkeit und die Marktposition von Dienstleistern hängen deshalb ganz maßgeblich davon ab, inwieweit den Konsequenzen dieses Charakteristikums Rechnung getragen wird.

-    Zum anderen ist die wirtschaftliche Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns im besonderen Maße vom Dienstleistungssektor abhängig. Positive wirtschaftliche Impulse gingen in der jüngeren Vergangenheit u.a. vom Tourismus, von der Logistik und Hafenwirtschaft oder auch vom Gesundheitswesen aus. Dies bietet dem Institut gute Möglichkeiten, empirische und praxisorientierte Forschungsziele mit der regionalen Dienstleistungsindustrie zu verwirklichen.


Die Forschung des Instituts ist verhaltenswissenschaftlich-empirisch ausgerichtet und konzentriert sich entlang der Service-Profit-Chain auf die Schnittstellen zwischen dem Dienstleistungsanbieter und seinen Kunden im Dienstleistungserstellungsprozess.

Im Zentrum der Forschung stehen an diesen Schnittstellen zum einen die Besonderheiten des Integrationsverhaltens und zum anderen die Effekte, die von den kontrollierbaren und nicht-kontrollierbaren Potential- und Umweltfaktoren auf das Erleben und das Verhalten des Dienstleistungskunden ausgehen. Des Weiteren wird auch hinterfragt, inwieweit die Service-Profit-Chain durch weitere mediierende oder moderierende Konstrukte ergänzt bzw. erweitert werden muss.
Aktuell beschäftigt sich unsere Forschung in diesem Rahmen mit folgenden Schwerpunkten:

Customer Citizenship Behavior (CCB): Unter CCB werden Verhaltensweisen des Kunden verstanden, die über das zu Leistungserstellung notwendige Ausmaß hinausgehen und positive Effekte für den Konsumenten selbst, den Anbieter und die Mitkonsumenten haben können. Ziel der Forschung ist es, Facetten, Antezendenzen und Konsequenzen des CCB zu identifizieren.

Die Effekte anderer anwesender Konsumenten auf das Erleben und Verhalten in Konsumumwelten: Dieses Forschungsfeld beschäftigt sich mit der Frage, wie die Anwesenheit anderer Konsumenten die Wahrnehmungen, Evaluationen und das Verhalten von Konsumenten beeinflusst.

Für das durch das IMD bearbeitete Forschungsfeld wird eine Forschergruppe aufgebaut. Interessenten, die in diesem Forschungsfeld als Stipendiaten promovieren möchten, wenden sich an:

Prof. Dr. Martin Benkenstein
Direktor des
Instituts für Marketing & Dienstleistungsforschung
Universität Rostock
Ulmenstr. 69
18051 Rostock

Darüber hinaus werden in den genannten Forschungsfeldern Master- und Diplomarbeiten vergeben.