Forschungsprofil allgemein

Die abgeschlossenen Forschungsprojekte zeichnen folgendes Profil:

Thematisch erfolgt eine Befassung mit dem breit verstandenen Gebiet des Accounting – aus unternehmensinterner und unternehmensexterner Perspektive – unter Einbezug angrenzender Themenbereiche, wie dem Controlling.

Einen wiederkehrenden roten Faden bildet das Thema von Änderungen bzw. Konvergenz im Rechnungswesen, wie in der nachfolgenden Kategorisierung deutlich wird:

Methodisch gilt es Erkenntnisse zu gewinnen, die es erlauben, Empfehlungen für Anwender (sog. Praxis, wie Bilanzierende, Abschlussprüfer, Analysten usw.), für Normen setzende oder weiterentwickelnde Institutionen (Gesetzgeber, Richter, Standardsetter usw.) sowie für Forscher abzuleiten (sog. Entscheidungsorientierte Betriebswirtschaftslehre). Solche Empfehlungen sind normativer Natur, das heißt, sie kommen nicht ohne subjektive Wertungen aus. Die Suche nach normativen Empfehlungen kann mit unterschiedlichen Methoden erfolgen. In den benannten Forschungsgebieten kommen neben einer normativen Vorgehensweise (sog. konzeptionelle oder logisch-deduktive Forschung) vorrangig die Methoden der empirischen Sozialforschung und der juristischen Forschung in Betracht. Das Spektrum der in unseren Arbeiten genutzten Methoden ist grundsätzlich sehr breit. Der Schwerpunkt liegt aktuell auf hermeneutischer und konzeptioneller sowie qualitativer Forschung.

Während die frühen Arbeiten primär konzeptionell und hermeneutisch geprägt sind, nehmen in jüngerer Zeit empirische Arbeiten breiten Raum ein. Das Spektrum der empirischen Methoden umfasst Befragungen, Beobachtungen und Quasi-Experimente, die qualitativ (inhaltsanalytisch) oder quantitativ (mittels t-Test, Varianzanalyse, logistischer Regression ordinal skalierter Daten, multifaktorieller Regression kardinal skalierter Daten, Clusteranalyse, Data Envelopment Analysis oder Strukturgleichungsmodelle ausgewertet werden.

Mit anderen Worten. Die bisherigen Forschungsarbeiten lassen in methodischer Hinsicht eine Entwicklung erkennen, von der ursprünglich allein national orientierten sowie konzeptionell bzw. hermeneutisch geprägten Forschung hin zu einer um empirische sowie verhaltensorientierte (im Sinne von steuerungs- bzw. wirkungsorientierte) Forschungsarbeiten von internationaler Sichtbarkeit. Offenkundig wird diese Entwicklung in Bezug auf die Veröffentlichungssprache (deutsch und englisch), die Veröffentlichungsmedien (zunehmend referierte Zeitschriften mit double-blind review) und die zunehmende Teilnahme an deutsch- und englischsprachigen Tagungen mit Review-Prozess.