Harmonisierung von internem und externem Rechnungswesen

Diese Entwicklung wird einerseits durch Änderungen im Bilanzregime begünstigt und andererseits eingefordert. Die erste Entwicklung (Änderungen im Bilanzregime) gründet auf zwei Säulen. So besteht generell im privaten Sektor die Möglichkeit, im Rahmen der Konzernrechnungslegung „betriebswirtschaftlicher" - ohne Rücksicht auf die Ausschüttungsfunktion des Einzelabschlusses und die - durch das BilMoG veränderte - Maßgeblichkeit des Einzelabschlusses für die Steuerbilanz Rechnung legen zu können. Weiterhin wurde bestimmten Unternehmen wahlweise erlaubt oder vorgeschrieben, im Rahmen ihrer externen Konzernrechnungslegung US-GAAP oder IFRS anzuwenden. Diese Änderungen im Bilanzregime (US-GAAP oder IFRS, statt HGB; HGB in der Fassung des BilMoG, statt HGB in der Vor-BilMoG-Fassung usw.) verändern mögliche Ausgestaltungsformen einer intern-extern harmonisierten Managementerfolgsrechnung, weil sich die Rechnungslegungsinformationen in Bezug auf die Entscheidungs- und Steuerrelevanz unterscheiden. Auf der verbindlichen Ebene sind die Servicefunktionen des Controlling und der sog. Management Approach zu benennen. Im Rahmen der Servicefunktion geht es darum, das interne Informationssystem methodisch als Datenlieferant für die externe Rechnungslegung auszugestalten. Hierzu müssen etwa für die Bewertung zu Herstellkosten geeignete Vollkosteninformationen erzeugt oder für den Chancen- und Risikobericht im Rahmen der externen Konzernlageberichterstattung ein (rudimentäres) Risikomanagementsystem etabliert werden. Im Rahmen des Management Approach sind in die externe Finanzberichterstattung Inhalte interner Managementberichte verbindlich aufzunehmen. Dies fordert etwa IFRS 8 (Operating Segments) für die Segmentberichterstattung oder DRS 20 verlangt quantitative Infomationen zu Risiken, sofern diese Bewertungen intern für Managemnt vorgenommen werden.