Projektfördertitel:

Boosting business integration through joint VET – Interregionale berufliche Bildung im Ostseeraum

 

Projektlaufzeit:

Juli 2016 - November 2018 (Laufzeitverlängerung angestrebt)

 

Projektfördergeber:

Interreg South Baltic Programme 2014-2020

      

Webseite: https://southbaltic.eu 

 

 

 

Ko-finanziert durch die Europäische Union (European Regional Development Fund/ ERDF)

 

Webseite: http://ec.europa.eu/regional_policy/thefunds/regional/index_en.cfm 

 

     

    Projektpartner:

     

    Assoziierte Partner - Deutschland:

     

    Flyer (Projektkurzbeschreibung):

     

     

    Projektposter:

     

     

    Projektbeschreibung: 

     

    Ziele und Zielgruppen

    Bei dem Vorhaben „BBVET - Boosting business integration through joint VET” handelt es sich um ein transnationales Forschungs- und Entwicklungsprojekt, welches die Internationalisierung beruflicher Bildung im Ostseeraum weiter vorantreiben möchte. Das Projekt wird gefördert durch das INTERREG South Baltic Programme und ist in die Ostseestrategie der Europäischen Union (EUSBSR) eingebettet. Es fokussiert dabei die Region des südlichen Ostseeraumes und schließt die Projektländer Dänemark, Deutschland, Litauen, Polen und Schweden mit ihren jeweiligen Ostsee-Regionen ein.

    Im südlichen Ostseeraum wurde in den letzten Jahren durch verschiedene Projekte sowie interregionale Zusammenarbeit der Wirtschaft, Politik, Bildung und Wissenschaft ein gemeinsamer Bildungs- bzw. Arbeitsmarkt verstärkt wiederbelebt. Die damit verbundene erhöhte Mobilität von potenziellen international aktiven Fachkräften erfordert ein Neu- bzw. Umdenken bzgl. bestehender Qualifikationsstrukturen in allen Bildungsebenen sowie auch die Verbreitung von Wissen über aktuelle Bildungs- und Arbeitsmarktentwicklungen in den Regionen im Ostseeraum.

    Ausgehend von erfolgreichen Modellprojekten interregionaler beruflicher Bildung im Ostseeraum strebt das Projekt BBVET die Entwicklung und Pilotierung international anerkannter und ECVET-zertifizierter Berufsbildungsprogramme in den Sektoren „Green Media“ bzw. „Blue Mechatronics“ an (Vgl. French, M. et al. (2016): Vocational Education and Training in the Baltic Sea Region as Impact for Entrepreneurship and Regional Development - Analytical Highlights of Trends, Innovations and Projects. Universität Rostock.). Bei den Teilnehmern, vordergründig Auszubildende, sollen mit diesem Angebot Fachkräftemobilität gesteigert, international vernetztes und unternehmerisches Denken und Handeln gefördert sowie „globale berufliche Handlungskompetenz“ entwickelt werden.

     

    Aber nicht nur die Teilnehmer der Berufsbildungsprogramme profitieren von dem Projekt. Auch alle an Berufsbildung beteiligten Institutionen, hierbei v.a. Unternehmen und Berufsschulen, aber auch involvierte Bildungsdienstleister, sollen durch das Vorhaben in synergetischer Kooperation internationale Profile entwickeln bzw. schärfen. Denn in Zeiten von Globalisierung, Digitalisierung und Vernetzung ist die Internationalisierung beruflicher Bildung nicht mehr nur eine Diskussion eventueller Möglichkeiten, sondern viel mehr eine Notwendigkeit, um langfristig erfolgreich zu sein – regional, national und eben v.a. auch international.

    Die Berufsschulen können durch die Beteiligung am Projekt auf allen Ebenen der Schulentwicklung internationale Dimensionen vertiefen, in dem sie ihre Schulen als „international lernende und vernetzte Schulen“ weiterentwickeln, das schulische Lehrpersonal verstärkt als „multiprofessionelle, interkulturelle Fachteams“ begreifen und Potenziale dessen besser nutzen sowie Unterricht hinsichtlich internationaler Themen, Diskussionen und Lehr-Lern-Arrangements curricular intensivieren.

    Die Unternehmen profitieren vom Projekt aus dreierlei Sicht: Erstens entwickeln ihre Auszubildende mithilfe der internationalen Berufsbildungsprogramme Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, um sich auch in internationalen Wirtschaftskontexten bzw. Arbeitssituationen zurecht zu finden und diese im Auftrag des Unternehmens erfolgreich zu meistern. Zweitens treten die Auszubildenden bei den im Ausland stattfindenden Modulen auch als „Botschafter ihrer Unternehmen“ auf und sind somit auch für Anbahnungsprozesse internationaler Geschäfte und Kooperationen aktiv. Drittens kann sich betriebliches Aus- und Weiterbildungspersonal im Rahmen der Betreuung der internationalen Aktivitäten der Auszubildende im Projekt als Begleiter auch internationaler Lernprozesse weiterqualifizieren.

    Die Bildungsdienstleister als wichtiger dritter Lernort beruflicher Bildung spielen im Projekt ebenfalls eine wichtige Rolle. Hierbei liegt der Fokus v.a. auf der Internationalisierung der angebotenen, vorrangig schulischen Berufsbildungsprogramme mit praktischen Phasen. Die somit verbundene Organisationsentwicklung zum international aktiven Dienstleister für interregionale Berufsbildungsangebote geht damit einher. Außerschulisches bzw. überbetriebliches Bildungspersonal, welches für diese Internationalisierungsprozesse maßgebend ist, kann im Rahmen des Projektes hierbei seine internationale berufliche Handlungskompetenz ausbauen.

     

    Hinsichtlich der Wirtschaft so werden im Projekt also sowohl branchenspezifische Unternehmen der Bereiche „Green Media“ und „Blue Mechatronics“ sowie auch Bildungsunternehmen, welche Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für diese Branchen anbieten, in puncto ihrer Internationalisierungsstrategien einen Nutzen davon tragen.

    Auch die Politik, hierbei v.a. Entscheidungsträger mit Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktexpertise, profitieren von dem Projekt. So erhalten sie u.a. praxiserprobte Entscheidungsgrundlagen für die international anerkannte Validierung von Berufsbildungsabschlüssen nach ECVET-Kriterien, für die Gestaltung einer stärker internationalisierten Qualifizierung und Professionalisierung von Berufsbildungspersonal (schulisch, betrieblich, außerschulisch/ überbetrieblich), für effiziente Anbahnungs- und Implementierungsstrukturen wirtschaftlicher Kooperationen sowie für die Eingliederung und Mobilität von Fachkräften in interregionalen Arbeitsmärkten.

    Zusätzlich trägt auch die Wissenschaft einen großen Nutzen durch das Projekt davon. Hierbei stellen die folgenden drei Bereiche die vordergründigen Forschungsfelder dar: international vergleichende Bildungs-/ Arbeitsmarktforschung und interkulturelle Pädagogik (u.a. durchlässige Bildungssysteme, internationale Fachkräftestrategien und Netzwerke/ Kooperationen), Qualifizierung und Professionalisierung von Lehr- und Bildungspersonal sowie Regionalentwicklung mit Fokus auf die europäische Makroregion Ostseeraum.

     

    Erwartete Projektergebnisse (Auswahl)

    • Entwicklung, Pilotierung und Evaluation modularisierter interregionaler Berufsbildungsprogramme im südlichen Ostseeraum mit Fokus auf berufliche Erstausbildung und Berücksichtigung möglicher beruflicher Fort-/ Weiterbildungsstrukturen in den Wirtschaftsbereichen „Green Media“ und „Blue Mechatronics“ > Modulbeschreibungen, Curricula/ Rahmenlehrpläne, Verordnungen
    • Entwicklung, Pilotierung und Evaluation von Validierungsverfahren und -instrumenten auf der Basis von ECVET > Handbücher/ Leitfäden/ Checklisten zur individuellen und pauschalen Anerkennung und Anrechnung formal, non-formal und informell erworbener Kompetenzen
    • Entwicklung, Pilotierung und Evaluation interregionaler Aus-, Fort- und Weiterbildungsmodule zur internationalisierten Qualifizierung und Professionalisierung von berufsbildendem Lehr- und Bildungspersonal > Modulbeschreibungen, Curricula/ Rahmenlehrpläne, Verordnungen
    • Entwicklung von Internationalisierungsstrategien und -strukturen für Berufsbildungsinstitutionen > Handbücher/ Leitfäden/ Checklisten für eine internationalisierte Organisationsentwicklung von Berufsschulen, Unternehmen und Bildungsdienstleistern
    • Entwicklung und Etablierung institutionalisierter Expertise und Netzwerkstrukturen für die Stärkung, Unterstützung und Organisation beruflicher Mobilitätsprozesse für Zielgruppen der beruflichen Bildung, hierbei v.a. Auszubildende, Teilnehmer beruflicher Fort- und Weiterbildung sowie berufsbildendes Lehr- und Bildungspersonals > regionale Mobilitätsagenturen in interregionalen Kooperationsstrukturen als institutionelle Verankerung von Mobilitätsprozessen
    • Entwicklung und Etablierung von Wirtschaftskooperationen über Berufsbildungszusammenarbeit > Handbücher/ Leitfäden/ Checklisten für die Anbahnung und Verstetigung internationaler Unternehmenszusammenarbeit im südlichen Ostseeraum
    • Unterstützung und Beratung bzgl. bildungssystemischer und -politischer Entwicklungen im Bereich internationalisierter beruflicher Bildung im Ostseeraum > „State of the art reports“ als Diskussions- und Entscheidungsgrundlagen für politische Stakeholder, v.a. EU, EUSBSR, Policy Area Education, Baltic Development Forum, nationale und regionale Bildungspolitik mit Bezug zur EU-Politik bzw. konkret zur Ostseearbeit
    • Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Mixed-Method-Forschungsdesigns, im Sinne von Forschungsprozessen, die quantitative und qualitative Forschungsstrategien der empirischen Sozialforschung wissenschaftstheoretisch reflektiert miteinander verzahnen > anwendungsorientierte Forschungsberichte und -studien, Forschungsplakate, Tagungsbeiträge, wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Projektveröffentlichungen
    • Verstetigung der Projektergebnisse bzgl. branchenübergreifender/ -erweiternder und makroregionaler/ EU-weiter Nachhaltigkeit > Handbücher/ Leitfäden/ Checklisten zur weiterführenden makroregionalen Berufsbildungszusammenarbeit im Ostseeraum

     

     

     

    Bei Fragen zum Projekt senden Sie uns gerne eine E-Mail an bbvet@uni-rostock.de oder wenden Sie sich via Telefon an einen unserer Projektmitarbeiter!

     

     

    Prof. Dr. Andreas Diettrich

    Telefon: ++49 381 498 4560  

    Fax: ++49 381 498 4562  

    E-Mail: andreas.diettrich@uni-rostock.de

    Franka Marie Becker, M.A.

    Nationales Projektmanagement Deutschland

    Telefon: ++49 381 498 4556 

    Fax: ++49 381 498 4562 

    E-Mail: franka.becker@uni-rostock.de

    Dipl.-Hdl. Martin French

    (ehemaliger Projektmitarbeiter)

    Friderike Armbröster, B.A.

    Studentische Hilfskraft

    Telefon: ++49 381 498 -4556

    Fax: ++49 381 498 4562

    E-Mail: friderike.armbroester@uni-rostock.de

    Luise Eichenmüller, B.A.

    Wissenschaftliche Hilfskraft

    Telefon: ++49 381 498 -4556

    Fax: ++49 381 498 4562

    E-Mail: luise.eichenmueller@uni-rostock.de

    Hannah Otto

    Studentische Hilfskraft

    Telefon: ++49 381 498 -4556

    Fax: ++49 381 498 4562

    E-Mail: hannah.otto@uni-rostock.de