Herzlich Willkommen am Lehrstuhl für Mikroökonomie

Wie verteilt man in optimaler Weise einen endlichen Kuchen auf viele begeisterte Kuchenesser (Verteilung knapper Ressourcen)? Wie viel Freizeit sollte man sich gönnen, wenn mehr Freizeit doch weniger Arbeit und damit weniger Geld bedeutet und so ggf. der neue Computer nicht zu bezahlen ist (Maximieren unter Nebenbedingungen)? Und welchen Einfluss hat das Verhalten einzelner, wenn viele maßgeblich an der Entscheidung beteiligt sind (Analyse strategischer Interaktion)? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen uns – in abstrakter Weise und mit einem Schwerpunkt auf Modellen beschränkter Rationalität bzw. der Frage psychologischer Einflussfaktoren –  am Lehrstuhl für Mikroökonomie. Wenn Sie mehr wissen wollen, kommen Sie gern zu den Sprechstundenzeiten vorbei!

Internationaler Workshop zu Methoden der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

v.l.n.r. Lethinen, Mäki, Guala, Votsis, Wichardt, Nguyen, van Basshuysen, Marchionni, Sugden

Wie funktionieren eigentlich Modelle in den Sozialwissenschaften? Welche Einsichten erlaubt das Modell rationaler Agenten aus den Wirtschaftswissenschaften? Und leisten Märkte ggf. mehr als nur den Austausch von Waren? Um dieses und ähnliche Fragen zu diskutieren, trafen sich am Wochenende (30.06.-02.07.2017) führende Experten mit jungen ForscherInnen zum Workshop "Models and Explanations in Economics 2017"

Bereits am Freitag hielt Prof. Robert Sugden (University of East Anglia, UK) einen Vortrag zum Thema "Reclaiming Virtue Ethics for Economics”, in dem er die Wirtschaftswissenschaften gegen allzu harte Kritik der Moralphilosoph verteidigte. Trotz aller Kritik an der Theorie seien es auch gerade Märkte, die geholfen hätten gegenseitiges Vertrauen in der Gesellschaft entstehen zu lassen, argumentiert Professor Sugden. Im Anschluss nutzten Wissenschaftler und Studenten der Universität Rostock Gelegenheit sich mit Prof. Sugden sowie weiteren Workshopteilnehmern beim Grillen über den Vortrag zu diskutieren.

Am Wochenende wurde dann in kleinerer Runde debattiert, wie Modelle in den Sozialwissenschaften genutzt werden, um Wissen über die Welt zu generieren, wie Empirie und Theorie sich dabei ergänzen und wie sich Interaktion von Menschen in bestimmten Kontexten ggf. besser modellieren lässt, als Ökonomen dies gemeinhin tun. Dabei sprachen unter anderem Prof. Usakli Mäki (Director of the Academy of Finland Centre of Excellence in the Philosophy of the Social Sciences) und Prof. Francesco Guala (University of Milano). Inhaltlich spannende Vorträge und ein trotz Wetter entspanntes Rahmenprogramm ergänzten sich in produktiver Weise!

Organisiert wurde der Workshop vom Lehrstuhl Mikroökonomie, Prof. Wichardt, des Instituts für Volkswirtschaftslehre. Weitere Teilnehmer des Workshops waren Aki Lethinen, Caterina Marchionni (beide University of Helsinki), James Nguyen (University of Notre Dame, USA), Philippe van Basshuysen (London School of Economics), Ioannis Votsis (New College London und London School of Economics).