Forschungsidee

Ausgehend von Ergebnissen des Vorgänger-Projekts „Religionshybride“, von der Vorstellung eines „erweiterten religiösen Feldes“, dessen feldspezifische Akteure und „Produkte“ durch „Märkte des Besonderen“ vermittelt werden, und von ersten Recherchen zu Praktiken, Akteuren und Institutionen dieses erweiterten religiösen Feldes lassen sich folgende Forschungshypothesen und -ziele formulieren:

  1. In einer Ökonomie des Einzigartigen (Karpik) bilden und stabilisieren sich „Märkte“ für die hier interessierenden, „religionshybriden“ Güter und Dienstleistungen durch marktexterne Instanzen der Urteils- und Vertrauensbildung. In diesen Märkten und Feldern sind die agierenden Professionen, Semi-Professionen und Laien (Klienten, Kunden) zu identifizieren.

   2. Darüber hinaus sind jeweils Experten (und ggf. Gegen-Experten) sowie deren (evtl. konkurrierende) Deutungen (Illusio) zu Inhalt und Struktur der untersuchten Felder zu ermitteln. Von besonderer Bedeutung werden dabei die Expertenwahrnehmungen zu den feldspezifischen, aber auch zu den teilfeldübergreifenden Modi der sozialen bzw. kulturellen Integration dieser Felder (marktförmig-ökonomisch, eventmäßig-szeneförmig,  gemeinschaftlich-netzwerkförmig) sein.

      3. Die Struktur religionshybrider Felder in Mecklenburg-Vorpommern, vor allem aber „tonangebende“ Experten, „Leitszenen“, weiter reichende Kommunikationen und erfolgreiche Marktbeziehungen sind dabei unter Verwendung netzwerkanalytischer Konzepte und qualitativer Methoden zu untersuchen. Dadurch können auch jene Schlüsselakteure ermittelt werden, die „Brücken“ zwischen den verschiedenen Feldern, Szenen und Netzwerken bilden und so zur Stabilisierung eines erweiterten religiösen Feldes beitragen.

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