DFG-Project European Divergence and Convergence in Causes of Death

In den letzten 40 Jahren gab es zwischen Ost- und Westeuropa erhebliche Unterschiede in der Lebenserwartung. Das von der DFG finanzierte Projekt "European Divergence and Convergence in Causes of Death" zielt darauf ab, neue Daten für Trends in den Todesursachen bereitzustellen und untersucht den Zusammenhang zwischen Gesundheitspolitik und unterschiedlichen Mortalitätstrends.

Das Projekt besteht aus vier Teilen:

1. Die Analyse der "Gesundheitskrise" in der ehemaligen USSR soll vervollständigt und um die osteuropäischen Staaten Ukraine, Weißrussland und Moldawien erweitert werden.

2. Deutschland eignet sich als hervorragendes Beispiel um Unterschiede in den Gesundheitstrends zwischen Ost- und Westdeutschland vor und nach der Wiedervereinigung zu illustrieren. Um die Vergleichbarkeit zwischen beiden deutschen Staaten zu gewährleisten, sollen die Todesursachenstatistiken beider Teile harmonisiert und eine zusammenhängende Datensammlung ab 1960 bereitgestellt werden.

3. Es werden Mortalitätsunterschiede über einen Zeitraum von 40 Jahren für 100 russische Gebiete nach Todesursachen sowie gegenwärtige sozio-kulturelle Ungleichheiten in Litauen betrachtet.

4. Schließlich sollen die rekonstruierten Zeitreihen mit sozio-ökonomischen Indikatoren und effektiven Gesundheitspolitiken zusammengeführt werden und dienen somit als Basis zur Gewinnung neuer Erkenntnisse über Gesundheitsübergänge und zur Neubewertung der Reliabilität des Divergenz-Konvergenz Konzeptes.

Projektmitarbeiter: Pavel Grigoriev