Lebenserwartung in Deutschland

Lebenserwartung in Deutschland: Trends, Prognose, Risikofaktoren und der Einfluss ausgewählter Medizininnovationen

Drittmittelprojekt mit dem Verband forschender Arzneimittelhersteller e.V., durchgeführt am Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels.

In den letzten 120 Jahren ist die Lebenserwartung in Deutschland um durchschnittlich 44 Jahre angestiegen. Dieser bemerkenswerte Anstieg hat vielfältige Ursachen. Neben Veränderungen des individuellen Verhaltens und der Entwicklung eines verstärkten Gesundheitsbewusstseins haben auch medizinische und technische Entwicklungen, insbesondere medizinische Innovationen und Entwicklungen im Bereich der Arzneimittelindustrie, einen Beitrag zum Rückgang der Sterblichkeit geleistet.

Das vom Verband forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA) in Auftrag gegebene Projekt besteht aus mehreren Modulen. Modul 1 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Lebenserwartung in Deutschland im internationalen und regionalen Vergleich sowie über Lebenserwartungsprognosen der deutschen Bevölkerung bis zum Jahr 2050. In Modul 2 wird die Sterblichkeit nach ausgewählten Todesursachen von 1982 bis 2006 untersucht. Kern dieses Moduls ist die Ermittlung des Beitrags einzelner Todesursachen am Zugewinn von Lebensjahren für die Zeiträume 1982-1997 und 1998-2006 mittels der Methode der Dekomposition. Anschließend werden die Trends in der Sterblichkeit einzelner ausgewählter Todesursachen in Zusammenhang mit medizinischen Innovationen, insbesondere Medikation, dargestellt. Der Fokus liegt dabei auf den Haupttodesursachen in Deutschland und auf Todesursachen in deren Bereich in den letzten zwei Jahrzehnten bedeutende Fortschritte in Medizin, Technik und Wissenschaft erzielt wurden. Inhalt des 3. Moduls ist die Identifizierung der wichtigsten Risikofaktoren der Sterblichkeit und Darstellung sozialer Differenzen in der Lebenserwartung mittels Analyse der Daten des deutschen Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und Literaturrecherche. Die Effektgrößen der Risikofaktoren dienen gleichzeitig als Inputdaten für ein Online Tool zur Berechnung der Lebenserwartung unter Berücksichtigung von sozio-demografischen Charakteristika und Lebensstilfaktoren.

Auf den Projektbericht kann über das Informationsportal des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller zugegriffen werden:

Projektleiter: Gabriele Doblhammer-Reiter

Projektmitarbeiter: Elena Muth, Anne Kruse

Projektdauer: 05/2008 - 09/2008

Publikationen:

  • Doblhammer, G.; Muth, E.; Kruse, A. (2008): Lebenserwartung in Deutschland: Trends, Prognose, Risikofaktoren und der Einfluss ausgewählter Medizininnovationen; Projektbericht für den Verband forschender Arzneimittelhersteller, Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels, Rostock.
  • Muth, E.; Kruse, A.; Doblhammer, G. (2008): Was das Leben Jahre kostet. Verhalten und soziale Bedingungen beeinflussen die Lebenserwartung von Älteren. Demografische Forschung aus Erster Hand 5(3), 1-2.

 

A project funded by the German Association of Research-Based Pharmaceutical Companies, conducted at the Rostock Center for the Study of Demographic Change.Life expectancy in Germany: Trends, forecasts, risk factors and the impact of selected medical innovationsLife expectancy in Germany has increased by about 44 years in the last 120 years. This significant increase has several reasons. Changes in individual behavior and an accentuated awareness of health behavior have affected this trend. However, the medical and technological progress, especially medical innovations in the pharmaceutical industry, also has an impact on the decreased mortality.The aim of this project, which has been funded by the German Association of Research-Based Pharmaceutical Companies, is to describe trends in life expectancy against this background. The first module gives an overview over the development of life expectancy in Germany with regional and international comparison for past and future trends up to the year 2050. A second module analyses cause-specific mortality for a selected group of causes of death for the period 1982-2006. Special focus is set on the decomposition of mortality trends and the specific contribution of these causes of death to the increase of life expectancy for the periods 1982-1997 and 1998-2006. Subsequently, trends in cause-specific mortality are depicted in connection to medical and pharmaceutical innovations. There, the focus is set on the main causes of death in Germany and those causes that are accompanied by a significant progress in medicine, technology and science. The third part of the project aims to identify main risk factors of mortality and to present social differences in life expectancy. This is achieved by analyzing the data of the German Socio-economic Panel (SOEP) supplemented by results from the literature. The obtained results serve as input for the implementation of an online tool for calculating individual remaining life expectancy by considering socio-demographic characters and life style factors.

The final report of the project can be downloaded at:

Project management: Gabriele Doblhammer-Reiter

Project members: Elena Muth, Anne Kruse

Duration: 05-09/2008

Publications:

  • Doblhammer, G.; Muth, E.; Kruse, A. (2008): Lebenserwartung in Deutschland: Trends, Prognose, Risikofaktoren und der Einfluss ausgewählter Medizininnovationen; Projektbericht für den Verband forschender Arzneimittelhersteller, Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels, Rostock.
  • Muth, E.; Kruse, A.; Doblhammer, G. (2008): Was das Leben Jahre kostet. Verhalten und soziale Bedingungen beeinflussen die Lebenserwartung von Älteren. Demografische Forschung aus Erster Hand 5(3), 1-2.