MIC/MAC - Bridging the Micro-Macro Gap in Population Forecasting

Das Ziel von MicMac ist die Entwicklung einer benutzerfreundlichen Software zum Messen und zur Prognose von Bevölkerungsentwicklungen. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Anwendung in der Politikberatung im Bereich Gesundheits- und Rentenwesen gelegt werden. Ergebnis des Projektes werden Algorithmen und eine benutzerfreundliche Oberfläche zur Prognose von Fertilität und Lebensformen, Mortalität und Morbidität sowie Migration und Bildung sein. Das Projekt wird durch die Europäische Kommission im Rahmen des 6. Forschungsprogrammes gefördert. Die Laufzeit beträgt 1. Juni 2005 bis 31. Mai 2009. Das Projekt wird durch das Netherlands Interdisciplinary Demographic Institute (NIDI) koordiniert.

Die Gruppe um Prof. Dr. Doblhammer hat ihren Beitrag zu Beginn der Laufzeit des Projektes geleistet. Dieser ist Voraussetzung für weitere Analysen. Erarbeitet wurde ein systematischer Literaturüberblick in dem der Einfluss von Alter, Geschlecht, Bildung, Familienstand, Adiposität und Rauchen auf Gesundheitsübergänge zwischen Gesundheit, altersbedingter Pflegebedürftigkeit und Mortalität dargestellt wird. Dazu wurden Ergebnisse von Studien, die den Einfluss eben dieser Einflussfaktoren auf Pflegebedürftigkeit und/oder auf Mortalität untersucht haben, zusammengetragen und mit Hilfe einer Meta-Analyse ausgewertet. (In der Abbildung ist beispielhaft das Risiko von Frauen pflegebedürftig zu werden im Vergleich zu Männern dargestellt.)

Die gewonnenen Ergebnisse, die das Gesamtbild des aktuellen Wissenstands zusammenfassen, dienen den Kooperationspartnern der Erasmus Universität in Rotterdam als Richtwert für weitere Analysen, in denen Altersprofile von Ereignissen unter Einfluss der genannten Risikofaktoren für illustrative Prognosen erstellt werden. Weiterhin wurden in Rostock zwei Literaturüberblicke über die Trends und die zukünftigen Trends in der Morbidität und Mortalität in Europa erarbeitet.

Projektmitarbeiter: Dipl.-Demogr. Elena Muth

Projektberichte: